Lebensmittel retten und haltbar machen!

Fermentieren wie zu Omas Zeiten!

Über Foodsharing gerettet! Jeder kann mitmachen: https://foodsharing.de/

Am Heiligabend kam per WhatsApp die Nachricht, dass kistenweise Bio-Broccoli gerettet worden ist und ich bin natürlich sofort losgetigert und habe mir 6 Stück geholt. Was soll ich sagen, ich war schockiert über die vielen Kisten und das gute Gemüse. Ehrlich gesagt, mein Broccoli schaut oft schlimmer aus, wenn ich ihn im Kühlschrank vergessen habe. Und hier sollte gutes Gemüse, dass ich durchaus noch so gekauft hätte, einfach weggeworfen werden?! Die Menschen sind schon komisch.

Wenn ihr euch übrigens dafür einsetzen wollt, dass Lebensmittel nicht in der Mülltonne landen, dann meldet euch einfach bei Foodsharing an. Ihr könnt da aktiv mitmachen, indem ihr selbst Lebensmittel abholt oder aber Lebensmittel einstellen/anbieten, die ihr nicht mehr braucht, aber die noch gut sind.

Nun, jetzt hatte ich aber an Heiligabend auf einmal 6 Broccolis zu Hause, die außer mir keiner in meiner Familie isst. Und da ich nicht nur die Rösschen verwerten wollte, sondern auch die Strünke, musste ich mir etwas einfallen lassen. Die Rösschen habe ich vorblanchiert und eingefroren. Den Rest zu einem Broccolisalat verarbeitet, den ich morgen meiner Familie am 2. Weihnachtsfeiertag mibringen werde.

Blieben nur noch die Strünke übrig. Aus Broccoli- oder auch Blumenkohlstrunk kann man übrigens sehr viel machen. Man kann sie mit weiteren Gemüseresten zu Gemüsebrühe verarbeiten, Püree oder Suppe daraus machen oder aber das ganze fermentieren 🙂

Und für das Fermentieren habe ich mich letztendlich entschlossen. Erstens haben wir nicht soviel Platz im Tiefkühlfach und zweitens wollte ich nach dem ganzen Broccolisalat mir auch mal eine Broccolipause gönnen. Und ein weiterer Grund warum ich darauf aufmerksam geworden bin, ist der, dass das eine Freundin von mir seit kurzem auch macht und total begeistert ist. Genügend Gründe also das ganze mal auszuprobieren.

Warum Fermentieren? Eine kurze Literaturrecherche:

  • Bevor es Tiefkühltruhen gab, musste die Ernte des Sommers so konserviert werden, dass die Lebensmittel auch im Winter verfügbar waren und ohne Strom haltbar gemacht werden konnten. Dazu eignet sich die Fermentierung ganz besonders, denn fermentierte Lebensmittel werden nicht erhitzt und stellen somit auch im Winter die Vitaminversorgung sicher.
  • Zudem entstehen bei der Fermentierung zusätzliche Vitamine, wie zum Beispiel Vitamin C oder auch B-Vitamine. Es ist also dank der Fermentation möglich, sich mit regionalen Produkten, ganz ohne importierte Zitrusfrüchte und andere weit gereiste Importprodukte, völlig ausgewogen zu ernähren. Ganz so wie früher!
  • Auch unser Darm ist dankbar. Denn milchsauer vergorene Lebensmittel wie Sauerkraut, Kefir oder Joghurt fördern die Bildung einer gesunden Darmflora. Das ist nicht nur für die Verdauung, sondern auch für unser Immunsystem extrem wichtig.
  • Durch die „Vorverdauung“ werden die Lebensmittel zudem leichter verdaulich und durch die abgebauten Kohlenhydrate und Zucker sogar kalorienärmer.
  1. Der Strunk wird zuerst geputzt, gewaschen und zerkleinert.
  2. Streue im zweiten Schritt Salz über das Gemüse. Pro Kilogramm Gemüse benötigst du 20 g Salz.
  3. Die Mischung für mehrere Minuten durchrühren /-kneten, damit bereits Saft austritt. Bei besonders hartem Gemüse bietet es sich an, dieses zu stampfen. So tritt mehr Flüssigkeit aus.
  4. Gib das Gemüse möglichst dicht ohne große Zwischenräume in einen sterilen Behälter. Das Gemüse wird anschließend noch zusätzlich beschwert. Dies geht je nach Größe des Behälters z.B. mit einem Stein. Sollte nicht genügend Saft ausgetreten sein, musst du etwas Salzlake eingießen, denn das Gemüse muss komplett unter Wasser sein. Koche dafür einen Liter Wasser mit 20 g Salz auf und lasse es abkühlen, bevor du es zum Gemüse gibst.
  5. Lege zum Abschluss einen Deckel auf das Gefäß, damit entstehende Luft entweichen kann. Auch ein Baumwolltuch oder eine Küchenrolle reicht als Abdeckung aus.

Für die nächsten 5-10 Tage wird das Ganze bei Raumtemperatur aufbewahrt. Während des Gärprozesses entstehen Luftblasen.

Tja, und weiter bin ich erstmal auch nicht. Ob es was geworden ist und wie es dann tatsächlich auch schmeckt, werde ich euch berichten 🙂 Schaut einfach regelmäßig rein.

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